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Die Passionsspiele Erl – ein UNESCO Weltkulturerbe

Die Haare werden immer länger. Die Männer lassen sich die Bärte nicht mehr schneiden. 2019 ist wieder das Jahr der ältesten Passionsspiele im deutschsprachigen Raum in Erl. Alle sechs Jahre bringen die Einwohner der Tiroler Gemeinde die Passion Christi auf die Bühne.
500 Laiendarsteller (man beachte – das ist ein Drittel der Einwohner des Ortes) sind mit vollem Einsatz dabei, eine jahrhundertealte Tradition am Leben zu erhalten.
Zurückzuführen sind die Passionsspiele auf ein Gelübde der Erler Bevölkerung im Jahr 1613. Aus Dankbarkeit für Gottes Schutz und Hilfe vor Krankheit, Pest und Kriegsgefahr spielen die Erler seit über 400 Jahren mit einem unglaublichen Engagement ihre Passion.
Die 32 Aufführungen im ältesten Passionsspielort im deutschsprachigen Raum finden von 26. Mai bis 5. Oktober 2019 statt (Samstag und Sonntag 13 bis 16 Uhr - inkl. Pause).
Das äußere Erscheinungsbild von Erl passt zur zeitgemäßen Inszenierung von Markus Plattner. Die ausgeprägte Szenengestaltung des Kreuzweges, eine eigens komponierte Passionsmusik von Wolfram Wagner, live präsentiert von Chor und Orchester, ein aktueller und moderner Text und ein stimmungsreiches Lichtdesign zeichnen die Erler Passionsspiele aus. Gespielt wird im Passionsspielhaus, das mit seiner einzigartigen Architektur und Akustik zu einem besonderen Juwel des Dorfes geworden ist. Inmitten grüner Wiesen erhebt sich das imposante Gebäude, das eigens für die Passionsspiele errichtet wurde. Der Text von Felix Mitterer gelangt in stimmungsreichen Bildern zur Aufführung. 1.500 Besucher können pro Vorstellung in den ansteigenden Sitzreihen der Aufführung folgen (in deutscher Sprache mit englischen Übertiteln). An den Spielsonntagen findet die Heilige Messe im Passionsspielhaus um 10.00 Uhr statt.
Interessierte dürfen sich auf einen kulturellen Hochgenuss inmitten der Tiroler Bergwelt freuen.
Eintrittskarten sind bereits erhältlich unter
www.passionsspiele.at