Magazin für Literatur & Wellness
Mit der Rangerin durch den Naturpark Taunus

Vor den Toren des Rhein-Main-Ballungsraums, nur 30 Kilometer nordwestlich von Frankfurt am Main, befindet sich mit 134.775 Hektar Hessens zweitgrößter Naturpark: Der Naturpark Taunus. Hier lassen sich ganzjährig eindrucksvolle Naturerlebnisse und touristische Highlights bestens verbinden.
Susanne Weidert-Horn ist seit 2012 Rangerin im Naturpark Taunus. Sie organisiert Führungen und ist häufig mit Kindern und Erwachsenen im Wald unterwegs und zeigt ihnen die Tier- und Pflanzenwelt. Die Touren sind zwar geplant, aber die Natur bringt immer wieder Überraschungen: Mal sehen die Teilnehmer plötzlich Rehe oder Wildschweine, dann kreuzt eine Blindschleiche den Weg. Auch ein Mistkäfer, den die Teilnehmer genauer betrachten, wird interessant. Viele Kinder zeigen anschließend ihren Eltern, wie schön dieser schillert und wie wichtig er für das Öko-System Wald ist. Die verschiedenen Tages- und Jahreszeiten beeindrucken immer wieder und regen an, dieselbe Strecke auch zu einer anderen Zeit zu erwandern.
Die Rangerin kennt den Naturpark Taunus besser als jeder andere. Muss sie auch, wenn sie die Besuchergruppen durch das Schutzgebiet führt und ihnen die Natur erklärt. Ganz in diesem Sinne ist die Arbeit eines Rangers häufig sehr erfüllend. Eine der am häufigsten gestellten Fragen bei den Führungen ist, wie und warum Susanne Weidert-Horn Rangerin geworden ist. Die sympathische 54-jährige erklärt: „Nach der Arbeitszeit in einer internationalen Bank und Mutterzeit wollte ich zu meiner Leidenschaft – der Natur – zurück. Ich wollte im Dienste der Natur unterwegs sein. Als der Naturpark Taunus eine Ausbildung zur zertifizierten Natur- und Landschaftsführerin angeboten hat, habe ich mich hierzu entschlossen. Die Ausbildung wurde von der Naturschutzakademie in Wetzlar fachlich geleitet und ging über mehrere Wochenenden.“
Wer außergewöhnliche Stunden im Wald erleben will, wählt am besten Erlebnis- oder Themenführung. Ob „Römer und Kelten“, „Geschichte und Kultur“, „Heilkräuter“ oder „Klimawandel und Nachhaltigkeit“ – die Themenauswahl ist vielfältig. Bei einer Führung durch den Naturpark wird die Schönheit des Taunus für jedermann umweltverträglich zugänglich gemacht. 220 Wanderwege mit einer Gesamtlänge von 1.350 Kilometern können dabei entdeckt werden. Das Naturerlebnis lässt sich auch mit einem der touristischen Highlights im Taunus verbinden. Kulturinteressierte Besucher können die geschichtliche Höhepunkte aus nahezu allen Epochen, wie zum Beispiel das Weltkulturerbe Römerkastell Saalburg, das Schloss Bad Homburg oder das Freilichtmuseum Hessenpark erkunden.
Und was macht die Rangerin eigentlich im Winter, wenn sie gerade keine Gruppen durch den Naturpark Taunus führt? Sie stellt den Veranstaltungskalender zusammen und bereitet größere Wanderungen vor. Darüber hinaus ist sie auch viel Draußen in der Natur und begleitet Wanderer bei Wintertouren. Denn der Taunus ist auch im Winter eine Reise wert, gerade wegen der vielen Möglichkeiten für Wintersport, die das Mittelgebirge bereithält. Vor allem rund um den 881 Meter hohen Großen Feldberg versprechen die winterlichen Aktivitäten jede Menge Spaß für die ganze Familie.
Als Hessens zweitgrößter Naturpark ist der Naturpark Taunus auch Teil von „Hessen in 100 Meisterwerken“. Mit der digitalen Kampagne unterstreicht die HA Hessen Agentur GmbH die vielfältigen hessischen Reiseziele, die selbst die höchsten Ansprüche der Gäste erfüllen und einzigartige Erlebnisse bieten. Ob Stadt- und Naturerlebnis oder Wellness –
Infos unter
„Hessen in 100 Meisterwerken“
können Interessierte mit etwas Glück eine von 22 Reisen nach Hessen gewinnen.
www.hessen-tourismus.de
hessen.tourismusnetzwerk.info

Fotos:
Großer Feldberg
Von Jens Perschke - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=40344934

Weiltal vom Aussichtshaus „Weiltalblick“ bei Rod an der Weil gesehen. Richtung Weilquelle
Von Christopher Schlosser
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Weiltal_Weiltalblick.jpg?uselang=de

Blick von Nord auf die drei höchsten Erhebungen des Taunus: Grosser Feldberg, kl. Feldberg und Altkönig (im Hintergrund). Im Vordergrund die Ortschaft Brombach (Gemeinde Schmitten) im Weiltal.
dontworry - Eigenes Werk
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Grosser-feldberg-taunus014.jpg?uselang=de

Logo des Zweckverband Naturpark Taunus
Zweckverband Naturpark Taunus / Alexander Uhl
https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Logo_naturpark_taunus.jpg

Weiterführende Literatur bei:
https://de.wikipedia.org/wiki/Naturpark_Taunus